News Allgemein Sport

Vortrag vom Extremsportler Jimmy Pellegrini

Der Extremsportler Jimmy Pellegrini zu Gast im Sportgymnasium Sterzing

Mit Spannung verfolgte eine große Anzahl von Sportschülern den Berichten Jimmy Pellegrinis, einem Südtiroler Extremsportler, der zuletzt vor allem durch seine Umrundung Südtirols innerhalb von nur 12 Tagen auf sich aufmerksam machte.
Unglaublich spannend schilderte der Ausnahmesportler seine vielen Erlebnisse, welche er mithilfe von bewegenden Videos veranschaulichte. Vielen wurde klar, dass es nicht nur einen unbändigen Willen, sondern vor allem enorm viel Motivation für die Vorbereitungen seiner diversen Ultra-Race-Läufe braucht. Wie Jimmy selbst erklärte, trainiere er täglich mindestens 1,5 Stunden über die Mittagszeit, am Wochenende würden es dann schon zwischen 6 und 7 Stunden sein. Mehr ließe sich neben seinem Beruf als Physiotherapeut und seiner Familie nicht machen. In seiner Jugend spielte Jimmy Fussball und fing erst mit Mitte Zwanzig an, sich für Triathlons, später dann für Extrembergläufe zu begeistern. Beeindruckend waren vor allem die Schilderungen seines letzten Projektes, „Sky Run South Tyrol“, bei dem er zusammen mit seinem Freund Alexander Rabensteiner in 12 Tagen 60.000 Höhenmeter und 770 km bewältigte. Selbst seine schmerzhaften Blasen an den Füßen konnten den Sportler nicht von seinem Vorhaben abbringen.
Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete Jimmy Fragen aus dem Publikum ganz offen und ehrlich. So machte er kein Geheimnis daraus, dass er lieber sein eigener Coach sei, den nach gewissen Vorgaben zu trainieren ist gar nicht seines. Oder dass es bei ihm keinen genauen Ernährungsplan gäbe, sondern er prinzipiell auf zuckerhaltige Lebensmittel, Fertigprodukte oder Alkohol verzichte. Was aber klar und deutlich zu vernehmen war, ist, dass man als Profisportler immer an seine Grenzen gehen müsse und dass Regenerationsphasen zwar sinnvoll aber für ihn nicht unbedingt notwendig wären. Dass er bis jetzt von größeren Verletzungen verschont geblieben ist, verdankt er sicher seiner Ausbildung. So weiß er genau, was und wie viel er seinem Körper zumuten kann und wie er ihn nach Extremläufen wieder in Balance bringt. Ob er schon ein neues Projekt geplant hat, dazu konnte er noch nichts Konkretes nennen, aber bei dem Power, den dieser Sportler hat, wird ihn sicher schon sehr bald etwas Extremes inspirieren.