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Pompeji und die Äolischen Inseln

Vulkane, Meer und ganz viel Spaß!

Ein Reisebericht der Klassen 2r und 3r des Realgymnasiums Sterzing von der Fahrt nach Pompeji und zu den Äolischen Inseln


1. Tag: Pompeji – eine antike Stadt wird lebendig
Seit Monaten hatten wir uns auf die Projektfahrt gefreut und vorbereitet. Am 3. Juni war es dann so weit. Wir starteten zusammen mit drei Lehrpersonen in der Früh von Sterzing nach Bozen und weiter nach Neapel. Die Zugfahrt war lang und anstrengend und wir waren froh, gegen 13 Uhr in Neapel endlich aussteigen zu dürfen. Doch eine Pause war nicht angesagt. Gleich ging es mit einem Bus zum Vesuv, bis zu einer Höhe von 1000 Metern. Den weiteren Aufstieg zum Gran Cratere bewältigten wir mit vielen anderen Touristen in etwa 20 Minuten. Oben angekommen wurden wir mit einem faszinierenden Blick in den riesigen Schlund des Vulkans belohnt. Der Krater wirkte ungefährlich, doch unter der Erde brodelt eine riesige Magma-Kammer und glühend heißes Gestein könnte auch heute noch aus dem Innern der Erde emporschießen! Lange konnten wir den Anblick und die Aussicht über die Bucht von Neapel aber nicht genießen, denn es ging weiter nach Pompeji, wo uns eine Führung durch die antike Stadt erwartete. Gemeinsam mit Antonio erkundeten wir die Ruinen der Stadt, die 79 n. Chr. durch den Ausbruch des Vesuvs unter einer 6 Meter hohen Ascheschicht begraben worden war. Wir waren sehr beeindruckt von der Atmosphäre der Stadt, besonders von den Gipsabdrücken jener Menschen, die im Schlaf vom Tod überrascht worden waren. Nach der rund zweistündigen Führung waren wir müde und hungrig und wir fuhren nach Neapel zurück, um eine typische Pizza Napoletana zu genießen. Um Mitternacht ging die Reise mit dem Nachtzug von Neapel bis Milazzo weiter. Ob wir dort allerdings - trotz bleierner Müdigkeit- viel geschlafen haben, ist eine andere Frage.
2. Tag: Schwefeldämpfe auf Vulcano
Nach einem köstlichen Frühstück in Milazzo fuhren wir mit einem Tragflügelboot zur Insel Vulcano. Dort bestiegen wir bei herrlichem Wetter auf einem schmalen Weg, gesäumt von blühendem Ginster, in rund einer Stunde den Vulkan. Oben angekommen umrundeten wir den Krater und genossen einen wunderbaren Ausblick auf das Meer, die Küste und einzelne Inseln und natürlich auch den Blick in den Krater des Vulcano, der uns mit seinen Schwefeldämpfen im wahrsten Sinne des Wortes den Atem raubte. Nach dem Abstieg fuhren wir mit einem Privatboot nach Lipari. Auf dem Weg dorthin besuchten wir verschiedene Buchten und bewunderten spektakuläre Gesteinsformationen, ebenso das saubere Meerwasser, das in allen Grün- und Blautönen schimmerte. In Lipari checkten wir im Hotel ein und hatten den Nachmittag zur freien Verfügung, um das Hafenstädtchen mit seinen malerischen Gassen zu erkunden. Abends wagten einige noch den Aufstieg auf eine Anhöhe der Stadt, um einen farbenprächtigen Sonnenuntergang zu erleben.
3. Tag: Feuernacht auf Stromboli
Nach dem Frühstück besichtigten wir die Stadt Lipari, darunter die Kathedrale San Bartolomeo, die sich neben einem Archäologischen Museum befindet. Nach dem Mittagessen starteten wir mit dem Boot zur Insel Panarea und weiter zur Insel Stromboli, wo wir uns im Hotel einquartierten und auf den Höhepunkt der Reise warteten: die Besteigung des aktiven Vulkans Stromboli.
Gegen 17 Uhr brachen wir, ausgerüstet mit Helm, Stirnlampe, Staubmaske, gutem Schuhwerk, warmer Kleidung und Proviant, gemeinsam mit zwei Bergführern zum Stromboli auf. Nach drei Stunden erreichten wir den Krater, wo uns ein faszinierendes Naturschauspiel erwartete: Immer wieder spuckte der Vulkan bei windstiller Witterung und klarer Sicht Rauchwolken und glühende Lava, im Hintergrund das Meer und die Sonne, die darin allmählich versank – das Erlebnis war einmalig! Gut eine Stunde verweilten wir am Krater und rüsteten uns gegen Mitternacht für den Abstieg durch den weichen Sand.
4. Tag: Wie im Urlaub
Nach einer erholsamen Nacht genossen wir den Aufenthalt auf der Insel: die schmalen Gässchen, auf denen zahlreiche Dreiradler des Typs Ape verkehrten, die weißen, flachen Häuser, den schwarzen Sandstrand und das klare Wasser, das allerdings durch die zahlreichen Quallen nicht zu einem Sprung ins kühle Nass einlud. Am Nachmittag hieß es Aufbruch zur Heimreise. Mit einem Tragflügelboot fuhren wir nach Milazzo und von dort mit dem Nachtzug nach Rom.
5. Tag: Ein Koffer voller Erlebnisse
Erschöpft, aber glücklich kamen wir am Freitag nach Sterzing zurück mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck: unvergessliche Sonnenuntergänge, rauchende Vulkane, malerische Hafenstädte, strahlendes Wetter, glasklares Meerwasser, super italienische Küche und offene, sympathische Leute.