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Magdalena Gschnitzer und ihr Kampf gegen die Plastikberge unseres Planeten

Die engagierte Umweltaktivistin aus Gasteig ist viel in der Welt unterwegs, als Taucherin und Naturbegeisterte, die die Tiere schützt und die Meere vom Müll befreit. Zwischendurch geht sie auch an viele Schulen Südtirols. Die Aktion nennt sich „Plastikkoffer“, durchgeführt von der Organisation für Eine solidarische Welt (OEW). Mit großer Begeisterung vermittelte sie kürzlich den Schülerinnen und Schülern der 1A WFO im Oberschulzentrum Sterzing ihr Wissen und ihre Erfahrungen, die sie bei zahlreichen Reisen und Umweltaktionen gemacht hat. Anhand von Videos und Fotos erklärte sie, wie das Plastik in die Meere gelangt oder in unseren Blutkreislauf. Die möglichen gesundheitlichen und ökonomischen Auswirkungen für Mensch, Tier und Natur aufzuzeigen, vermittelte sie sehr glaubwürdig.
In der zweistündigen Begegnung ging es um Nachhaltigkeit, Tierrechte, Schutz der Meere und um die Vermüllung durch Plastik. Denn Plastik ist überall vorhanden. Jede Schülerin und jeder Schüler konnte ein Kleidungsstück oder einen alltäglichen Gegenstand aus Plastik nennen. Laut neuesten Forschungsergebnissen gelangen jährlich 8 Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere, dieses Plastik wird zu Mikroplastik und wird erst in frühestens 450 Jahren abgebaut. Magdalena Gschnitzer zeigt den Teufelskreis auf: Für einen grausamen Tod sind auch viele Geisternetze verantwortlich, die verlorengehen oder die Fischer in den Meeren zurücklassen. In diese Todesfallen geraten viele Meerestiere. Oder sie nehmen sie als Nahrung auf, die wir dann wieder essen. Die Geisternetze lagern aber auch für viele Jahre auf dem Meeresboden und lösen sich allmählich in Plastikfasern auf.
Magdalena Gschnitzer zeigt den Jugendlichen auf, wie wichtig die Weltmeere für Mensch und Tier sind. Das Meer gibt uns viel: Wasser, Nahrung, Erholung, Sauerstoff, Salz. Es ist wichtig für die Klimaregulierung. Das Mittelmeer ist jedoch am meisten verschmutzt. Schuld daran sind neben den Anrainerstaaten auch die Alpenbewohner, denn über den Wind und die Flüsse gelangt Plastik ins Meer. Was jede Schülerin, jeder Schüler dagegen tun kann, und zwar mit einfachen Schritten, hat Magdalena Gschnitzer gut vermittelt. Die Konsumenten sind aufgefordert, beim Kauf darauf zu achten, wie viel Mikroplastik in Kosmetika oder Textilien enthalten ist. Auch der Verzehr von Meerestieren sollte reduziert und dafür lieber auf regionale Fische zurückgegriffen werden. Magdalenas Motto lautet „Das Leben ist schön“. Dazu müssen die Menschen jedoch rigoros ihr Denken und ihr Verhalten ändern.