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Besichtigung des Frauenmuseums in Meran

Lehrausflug mit Wild Karla, Winkler Michael und Holzer Nadia


Die Schülerinnen und Schüler der 1A und 1B WFO besichtigten vor kurzem das Frauenmuseum in Meran. Die Leihgabe der Sonderausstellung mit dem Titel „ausgekocht“ aus Nürnberg diente dazu, einen Einblick in die Lebensmittelindustrie und die Ernährungssituation in anderen Ländern zu bekommen. In vier Schauräumen wurden verschiedene Schwerpunkte präsentiert: die Entwicklung der Kochgewohnheiten und die Weiterentwicklung des Herdes im Laufe der Zeit, der Fleischkonsum, die Essensgewohnheiten am Morgen und zu Mittag, wichtige Küchengeräte, die Straßenküchen in Asien oder der Tomatenanbau in Süditalien. Zudem gab es detaillierte Informationen zu den zuckerhaltigen Lebensmitteln oder verschiedene Ernährungstrends.
Die Sonderausstellung im Frauenmuseum lässt mit Zahlen aufhorchen: So werden zu viele Fertig- und Fleischprodukte verzehrt, was zu hohem Zuckerkonsum und zu Massentierhaltung führt. Außerdem werden ein Drittel der Lebensmittel weggeworfen, womit man die gesamten an Hunger leidenden Menschen ernähren könnte.
In der Ausstellung war unter anderen Exponaten und Schautafeln auch ein Turm aus Pelatidosen aufgebaut. In Süditalien wurden sehr viele Tomaten angebaut, besonders gefördert von der EU, Die überschüssigen Tomaten wurden in Ghana verkauft, und zwar billiger als die einheimischen Tomaten, was die Bauern in Ghana dazu zwang, ihre Landwirtschaft aufzugeben und aus dem Land nach Italien zu flüchten.
Neben vielen Details lernten die Schülerinnen und Schüler auch, was ein ökologischer Fußabdruck ist. Das Thema Essensgewohnheiten, verbunden mit jenem der Nachhaltigkeit, weckte allgemein großes Interesse.