Projekt Verkehr und Mobilität der Klassen 4b RG und 3a SG

Warm, nass und ohne Tageslicht: Erkundung des größten Eisenbahntunnels der Welt

Mauls. Die Straße in den BBT wirkt, als führe sie ins Unendliche. 800 Meter unter der Erde, und weit und breit nichts außer Gestein, Wasser, LKWs und ein Dutzend Arbeiter. Von oben tropft´s, unten fließt das Wasser zwischen den Steinen entlang. Der Shuttle fährt inmitten von 20 Meter hohen Gesteinswänden, zwischen verschiedenen kleinen Abzweigungen, in den Hauptstollen. Angst und Neugier halten sich während dieser Fahrt in den Stollen bei den Schülerinnen und Schülern der 4b RG und der 3a SG des OSZ Sterzing die Waage.
Nach einer etwa 10-minütigen Fahrt betritt die Schülergruppe, bekleidet mit einer hellorange leuchtenden Schutzweste, dunklen Stiefeln und einem blauen Helm an der Haltestelle den Brenner Basistunnel. Hunderte von Besuchern hatten schon die Chance, die Hauptstollen des BBT zu besichtigen, und sich ihre eigene Meinung zu diesem Bauprojekt zu bilden. Einmal ausgestiegen vom Shuttle trauen die Schüler ihren Augen nicht. Faszination pur. 79 Tunnelkilometer liegen vor ihnen, dabei sind noch weitere 151 km geplant. 8,1 Meter breit und ungefähr 20 Meter hoch, eine Verbindung zwischen Franzensfeste und Innsbruck, so groß, wie noch kein Tunnel zuvor gewesen ist. Eben der erste größte Eisenbahntunnel der Welt. „Wie lange dauert die Fertigstellung noch?“ „Woher kommt die frische Luft zum Atmen?“ „Wird der BBT wirklich eine Hilfe sein?“ Da kommen schon so einige Fragen zum Bauprojekt auf, die die Begleitperson kompetent beantworten kann.
Scheue Blicke, Zweifel und Staunen liegen auf den Gesichtern. Schaut man nach rechts, sieht man Arbeiter, wendet man seinen Blick nach links, sind ebenso Arbeiter zu finden. Dazwischen mehrere Fahrzeuge, die Schutt und Geröll nach draußen und Material zum Arbeiten nach drinnen transportieren. Auf Anweisungen unseres Begleiters soll niemand die Gruppe verlassen, da der Weg nach draußen zu Fuß zu lang und allein viel zu gefährlich wäre. Langsam kommt der Wunsch nach Tageslicht, frischer Luft und angenehmerer Temperatur auf. Nach der Erkundung, die sich völlig kurz anfühlte, fährt der Shuttle samt allen Besuchern wieder nach draußen. Alle sind froh, dem Tunnel heil entronnen zu sein.

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